Seitenende

 Betrug? Werden Sie doch einfach Singletreff-Profi-Benutzer(In)


 

Immer wieder lesen wir von Betrügereien von Singletreffs, tja, das Geld, dass man mit den menschlichen Grundbedürfnissen machen kann, ist schließlich nicht von der Hand zu weisen.

Wer würde einem Supermarkt vorwerfen, dass er Lebensmittel verkauft?

Allerdings würde man einem Supermarkt sicherlich vorwerfen, wenn er Nahrungsmittel verkauft, die nur so tun als seien sie etwas Essbares.

Nun, gibt es denn diese so genannten „Fake-Accounts?“ bei den großen Singletreff-Anbietern, oder nicht?

Um das herauszufinden habe ich also jemanden auf diese Sache angesetzt, der ein paar anonyme Accounts bei einem Anbieter angelegt hat, um ihn auf falsche Benutzer, oder falsche Mitteilungen zu überprüfen.

Wer jetzt hier mit Namen rechnet, ist bei mir wie immer falsch, schließlich will ich ja auch keine rechtlichen, oder sonst wie gearteten Probleme bekommen.

Aber so viel sei gesagt: Es handelt sich bei dem getesteten Angebot um einen großen Anbieter, der hauptsächlich für etwas unseriösere Treffen seine Dienste zur Verfügung stellt. Die Damen und Herren hier, sind dem entsprechend etwas leichter bekleidet und die Art der Treffen geht in den Bereich der absoluten Privatsphäre. So Privat, dass am besten auch der Partner, die Partnerin der betreffenden Person nichts darüber erfährt. Und das Angebot ist selbstverständlich kostenfrei, naja zumindest so lange, bis man jemandem eine Nachricht schreiben möchte, dafür muss man bezahlen. Sprich, es gibt keinerlei kostenfreie Dienstleistung, wie ich ja schon in anderen Artikeln beschrieben habe.

Wie sieht es also aus, alles seriöse Damen und Herren bei diesen Treffs?

Mitnichten!

Zumindest im getesteten Treff, über andere kann ich nur mutmaßen, gab es genau genommen nicht eine einzige ernst zu nehmende Mitteilung einer echten, interessierten Person auf den Lockvogel.

Jetzt denken Sie, dass er gar keine Antworten auf sein Angebot bekommen hat?

Wieder falsch!

Zunächst einmal ist die Vorgehensweise näher zu schildern.

Besagter Bekannter hat sich bei einem „Wasauchimmer“-Kontakte-Anbieter angemeldet und zwar nicht nur ein Mal, sondern gleich mehrere Male. Nun, das ist so nicht ganz koscher, aber wir wollten ja etwas heraus finden und nur auf diese Weise, war dies zu ermöglichen. Selbstverständlich hat er dabei nicht gegen irgendwelche Gesetze verstoßen, das sei gleich klar gestellt. Er hat tatsächlich nicht einmal gegen die sowieso fragwürdige AGB des Anbieters verstoßen, das haben wir natürlich vorher geklärt.

Der Bekannte hat drei nicht vollständig, aber in entscheidenden Teilen, unterschiedliche Profile angelegt:

Eins mit genauer Altersangabe, aber ansonsten leer, eins mit richtiger Altersangabe und vollständigem Profil, einschließlich Bildern und letztendlich noch ein Profil mit leicht geschwindeltem Alter, ohne Fotos, aber mit ausführlicher Beschreibung der Person, so wie sie zu der Zeit, als sie so alt war, gewesen ist.

Das erstaunliche, aber wenig unerwartete Ergebnis, war, dass alle drei Profile die selben Nachrichten, von den selben Personen erhalten haben.

Nicht erstaunlich?

Doch, denn die Zielgruppen der drei Profile waren so unterschiedlich, dass eigentlich nicht die selben Personen darauf ansprechen konnten. Das Profil, das als erstes angelegt wurde – die Profile wurden natürlich Zeit versetzt angelegt, um keine unnötige Aufmerksamkeit auf die Profile zu lenken – hat sage und schreibe 25 Nachrichten von „willigen“ Frauen erhalten, die anderen entsprechend weniger, aber ab dem Erstellungszeitpunkt immer genau die selben Personen und genau den selben Text.

Immer noch nicht sicher?

Ohne ins Detail gehen zu wollen, schickt eine Frau dem Testprofil ohne irgendwelche Angaben, außer Zielgruppe und Namen folgenden (Teil-)Satz:

„… aber dann bin ich auf dein Profil gestossen und mache bei dir mal eine Ausnahme …“

Bei den beiden Profilen mit Angaben, die diese Nachricht natürlich auch erhalten haben, wäre das ja kein Grund zur Unsicherheit, aber ein Mensch, der keinerlei Angaben über sich gemacht hat, wird wohl keine solche Nachricht erhalten, oder?

Wie dem auch sei, ich bin jedenfalls überzeugt, dass die kostenpflichtigen Angebote aus diesem Bereich des Internets nicht nur unseriös, sondern, wie in diesem Falle scheinbar sicher, höchst betrügerisch sind.

Wie soll man es sonst nennen, wenn man Nachrichten verschicken lässt, die offensichtlich nicht reell sind und damit die kostenlos angemeldeten Benutzer dazu treiben will, sich für eine kostenpflichtige Mitgliedschaft zu entscheiden? Mir fällt kein anderes Wort dafür ein.

Ich frage mich, warum die Polizei, oder wer auch immer für solche Angebote zuständig ist, vielleicht die Gewerbeaufsicht, nicht die hier angewandten Möglichkeiten nutzt um gegen solche Beterügereien vor zu gehen.

Vielleicht sollte man einmal die Möglichkeit einer Sammelanzeige gegen solche Angebote in Betracht ziehen.

Aber denken Sie daran: Diese Angebote existieren nur, weil Sie sich dort anmelden. Wenn Sie wollen, dass das Internet seriös wird, dann lassen Sie die Finger von der Maus und klicken nicht auf unseriöse Angebote. Je mehr Menschen sich gegen diese Art von Betrug stellen, desto weniger solcher Angebote gibt es.

Für die spezielle Form des Angebots gilt: Liebe Männer, schaltet einmal euren Verstand an und eure Dauer-Sex-Mini-Gehirne ab, denn ihr seid es, die solche Form von Internetbetrug ermöglichen, denn das Ganze finanziert sich mit eurem Geld. Frauen können sich ja meistens kostenlos anmelden, ihr aber nicht und wenn ihr euch nicht anmeldet, ja mit wem sollen die Frauen dann ihre Spielchen treiben?

In diesem Sinne: Finger weg vom Geldbeutel, Hausierer auf der Straße lassen und Internetbetrüger einfach übersehen. Dann wird die Welt gleich ein Stück sauberer.

Alles Liebe,

Thorsten

 

Werbung






Kommentare

Schreibe einen Kommentar

du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Seitenanfang

 Mein Youtube Channel